Bitkom-Studie 2025: Das sollte jede Arztpraxis über KI wissen

12 Prozent der deutschen Arztpraxen nutzen laut Bitkom-Studie 2025 bereits KI zur Diagnoseunterstützung. Weitere 37 Prozent bieten Online-Terminvergabe, 13 Prozent eine Tablet-gestützte Patientenaufnahme. Was einst nach Science-Fiction klang, ist im deutschen Praxisalltag angekommen.

Was KI in Arztpraxen heute konkret leistet

Drei Bereiche haben sich als besonders relevant erwiesen:

1. Terminvergabe und Patientenaufnahme: Digitale Formulare, die Patienten vor dem Termin ausfüllen, sparen MFA-Zeit bei jedem Besuch. 37 Prozent der Praxen haben das bereits eingeführt. Wer heute noch Aufnahmebögen per Hand ausfüllen lässt, verschenkt täglich Stunden.

2. KI-Telefonassistenz: Eine KI nimmt Anrufe entgegen, beantwortet häufige Fragen und bucht Termine direkt ins Praxissystem. Die Unterbrechungen für medizinische Fachangestellte sinken damit um 60 bis 80 Prozent – weniger klingelndes Telefon, mehr Fokus auf Patienten im Zimmer.

3. KI-gestützte Dokumentation: Diktiersoftware wandelt gesprochene Arztbriefe in Text um. Viele Ärzte sparen damit täglich 30 bis 45 Minuten – Zeit, die sonst in Überstunden endet.

Die unterschätzte Hürde: Integration, nicht Technologie

Das größte Hindernis ist selten die Technik selbst – es ist die Frage, wie KI-Tools ins bestehende Praxisverwaltungssystem passen. Wer auf Systeme wie Medatixx, Tomedo oder x.comfort setzt, sollte gezielt nach Anbietern mit passenden Schnittstellen suchen. Der Markt hat sich stark professionalisiert; die Integration ist heute einfacher als viele Praxisinhaber vermuten.

Welche Praxen profitieren am meisten?

Hausarztpraxen mit hohem Patientenvolumen gewinnen durch Telefonassistenz und automatische Terminbuchung am meisten. Fachpraxen profitieren von digitalen Anamnese-Vorformularen. Kliniken setzen zunehmend auf KI-Bildanalyse in Radiologie und Pathologie.

Erste Schritte ohne großes Budget

Der Einstieg kostet zwischen 50 und 200 Euro pro Monat. Sinnvoller Start: Online-Terminvergabe einführen, Aufnahmebögen digitalisieren. Wer mehr will, kann gezielt erweitern.

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