Wer KI-generierte Texte für Social Media nutzt, kennt das Problem: Der erste Entwurf klingt glatt, ordentlich – und irgendwie nach niemandem. Kein Charakter, keine Ecken, kein Witz. Alle KI-Texte für Social Media klingen gleich, wenn man sie ohne Nachbearbeitung postet.
Das muss nicht so sein. Der Unterschied liegt darin, wie man die Tools nutzt – nicht welche man nutzt.
Das Problem: KI schreibt für den Durchschnitt
Sprachmodelle wie ChatGPT oder Claude wurden auf Milliarden von Texten trainiert. Das Ergebnis ist ein Durchschnitt. Professionell, fehlerlos, austauschbar. Genau das Gegenteil von dem, was auf LinkedIn oder Instagram funktioniert.
Was auf Social Media zieht: Perspektive, Meinung, ein bisschen Reibung. Jemand muss sagen, was er wirklich denkt. Nicht was alle denken.
So nutzen Sie KI richtig für Social-Media-Texte
Schritt eins: Geben Sie der KI Ihre eigene Meinung vor, nicht ein Thema. Statt „Schreib einen LinkedIn-Post über Homeoffice“ lieber: „Ich finde, dass Homeoffice-Pflicht in den meisten Unternehmen ein Fehler ist, weil Führung dann nicht mehr über Vertrauen funktioniert. Schreib einen Post dazu in meinem Stil – direkt, leicht provokant, ohne Füllwörter.“
Schritt zwei: Kürzen Sie den Entwurf um 30%. KI neigt zu Vollständigkeit. Social Media lebt von Knappheit. Streichen Sie alles, was der Punkt nicht braucht.
Schritt drei: Fügen Sie eine echte Beobachtung oder ein konkretes Beispiel ein. Das kann die KI nicht erfinden – das müssen Sie liefern. Ein Satz aus dem echten Alltag macht den ganzen Post glaubwürdiger.
Schritt vier: Lesen Sie laut vor. Klingt es wie Sie? Würden Sie das so sagen? Wenn nicht, ändern Sie es.
KI ist ein guter Rohbau. Aber das Finish – die Stimme, die Haltung, das Konkrete – das kommen von Ihnen. Wer das versteht, kann mit KI-Unterstützung dreimal so viel Content produzieren, ohne dass es nach Fließband klingt.