KI-Regulierung Schweiz 2026: EDÖB-Datenschutzvorgaben fuer Ihr KMU

Was hat sich geändert?

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) hat ausdrücklich klargestellt, dass das seit September 2023 geltende Datenschutzgesetz (DSG) direkt auf KI-gestützte Bearbeitungen von Personendaten anwendbar ist. Das bedeutet: Wer KI-Tools nutzt, die Kundendaten, Mitarbeiterdaten oder andere Personenangaben verarbeiten, unterliegt damit den gleichen Schweizer Datenschutzanforderungen wie bei traditioneller Software.

Ein wichtiges Detail: Die Transparenzpflicht verlangt, dass Hersteller, Anbieter und Nutzer von KI-Systemen Zweck, Funktionsweise und Datenquellen transparent ausweisen. Das gilt nicht nur für grosse Konzerne, sondern auch für KMU.

Warum ist das für Schweizer KMU relevant?

Viele kleine und mittlere Unternehmen setzen inzwischen KI-Assistenten ein – vom ChatGPT-ähnlichen Kundenservice bis zu automatisierten Bewertungssystemen. Wie Slonge in ihrer Praxis-Analyse dokumentiert, gibt es oft Unsicherheit bei der Implementierung. Das DSG verpflichtet jetzt:

Nächster Schritt

Was heisst das für KI-Regeln und Nachweise?

  • Nutzung sichtbar machen: Welche Teams nutzen welche KI-Tools?
  • Daten und Freigaben klären: Was darf in ChatGPT, Copilot oder andere Tools?
  • Nachweise vorbereiten: Regeln, Rollen und Unterweisung dokumentieren.
KI-Regelcheck starten

DACH-Hinweis: 10min KI Brief bleibt für KMU im gesamten DACH-Raum lesbar; konkrete Praxisangebote sind zuerst CH-first formuliert.

  • Transparenzpflicht: Mitarbeitende und Kunden müssen informiert werden, wenn KI ihre Daten verarbeitet
  • Datensicherheit: KI-Systeme müssen die gleiche Sorgfalt erfüllen wie herkömmliche Datenbanken
  • Betroffenenrechte: Personen haben Recht auf Auskunft, Korrektur und Löschung auch bei KI-Entscheidungen

Was heisst das für Ihr KMU?

Diese Fragen gehören in die KI-Regelmappe Ihres Unternehmens:

  1. KI-Inventar erstellen: Dokumentieren Sie alle KI-Tools, die Sie derzeit nutzen (ChatGPT, Copilot, branchenspezifische Anwendungen). Welche Personendaten verarbeiten sie? Dies ist die erste Grundlage für die DSG-Konformität. Digital Awards hat konkrete Checklisten für Agenturen und kleine Betriebe veröffentlicht
  2. Datenschutzerklärung prüfen: Falls nicht vorhanden, verfassen Sie eine transparente Nutzungserklärung für Mitarbeitende und Kunden. Nennen Sie, welche KI-Tools zum Einsatz kommen und für welche Zwecke. Aether Digital bietet praktische Umsetzungsbeispiele für revDSG-konforme KI-Nutzung
  3. IT-Sicherheit anheben: Verschlüsselte Übertragung, Zugriffskontrolle und regelmässige Backups sind jetzt nicht optional – sie sind DSG-Anforderung bei Nutzung von KI-Systemen

Ausblick

Die EDÖB-Klarstellung ist kein neues Verbot – sondern eine Konkretisierung bestehender Regeln. Sie folgt dem Trend der europäischen AI Act und signalisiert, dass Schweizer Behörden den Datenschutz auch bei KI-Anwendungen ernst nehmen. Wer sich an bewährte Datenschutzprinzipien hält, ist gut vorbereitet. Risikoreich sind nur KI-Einsätze ohne Datenschutzanalyse oder ohne Transparenz gegenüber Betroffenen.

Weitere Regulierungsschritte in der Schweiz und EU folgen 2026–2027. Aktuelle News dazu finden Sie beim EDÖB-Informationsangebot und in den Praxis-Guides von Slonge, Digital Awards und Aether Digital.

Laden Sie sich die KI-Regelmappe herunter und sichern Sie die DSG-Compliance Ihres KMU ab.

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