OpenAI hat am 5. Oktober ein neues visuelles Anzeigenformat für ChatGPT angekündigt. Der Test soll später im Oktober in den USA mit einer ersten Gruppe von Werbekunden beginnen. Für Schweizer KMU ist damit noch kein verfügbarer lokaler Werbeplatz belegt. Die Nachricht zeigt aber, welche Fragen vor einem künftigen Test geklärt sein sollten.
Bildformat und Wirkungsmessung
Laut OpenAIs Originalmeldung sollen die Anzeigen während der Bilderzeugung erscheinen, gekennzeichnet sein und vom erzeugten Bild getrennt bleiben. Parallel erweitert das Unternehmen seine Messwerkzeuge und die Zusammenarbeit mit Messdienstleistern. Ein neues Format und dessen nachgewiesene Wirkung sind zwei verschiedene Dinge.
Digiday beschreibt Messlücken als Hindernis für grössere Werbebudgets. BleepingComputer bestätigt den angekündigten US-Test. Beide Berichte sind keine Erfolgsmessung des neuen Bildformats. Die von OpenAI angeführten bisherigen Kundenbeispiele erlauben ebenfalls keine Aussage darüber, wie diese erst geplanten Anzeigen später abschneiden.
Nächster Schritt
Was heisst das für Ihre Büroarbeit?
- Zeitfresser wählen: E-Mail, Offerten, Rechnungen, Ablage oder Kundenantworten.
- Wirtschaftlich prüfen: CHF 79 lohnen sich schon, wenn rund eine Stunde Bürozeit besser priorisiert wird.
- Bezahlten Start nutzen: Der Detailreport macht aus dem Artikel einen konkreten Startplan.
DACH-Hinweis: 10min KI Brief bleibt für KMU im gesamten DACH-Raum lesbar; konkrete Praxisangebote sind zuerst CH-first formuliert.
Was soll eine Anzeige im Betrieb auslösen?
Unsere Einordnung: Bevor ein KMU neue Werbebilder produziert, sollte es festlegen, welches Ergebnis tatsächlich zählt. Ein Klick kann Interesse zeigen; eine qualifizierte Anfrage muss dagegen zum Angebot und zum bedienten Gebiet passen. Eine Kampagne für einen regionalen Service ist wenig hilfreich, wenn sie viele Kontakte ausserhalb des Einsatzgebiets liefert.
Eine einfache Messnotiz kann drei Stufen unterscheiden: Besuch der Zielseite, eingegangene Anfrage und vom Vertrieb als passend bestätigter Kontakt. Entscheidend ist, dass Marketing und Vertrieb dieselben Begriffe verwenden. Sonst sieht eine Kampagne in der Werbeauswertung erfolgreich aus, während im Verkauf keine brauchbaren Gespräche ankommen.
Was heisst das für Ihr KMU?
Nehmen Sie eine bestehende Kampagne und prüfen Sie zehn kürzlich eingegangene Anfragen. Notieren Sie, welche zum Angebot passten und welche schliesslich zu einem Gespräch führten. Klären Sie, ob diese Information in Ihrer heutigen Auswertung sichtbar wird. Falls nicht, verbessern Sie zuerst die Rückmeldung aus dem Vertrieb.
Erstellen Sie danach für einen möglichen neuen Kanal ein kurzes Testblatt: Zielgruppe, Region, freigegebene Bilder, gewünschtes Ergebnis und verantwortliche Person. Ergänzen Sie eine klare Abbruchbedingung, etwa wiederholt unpassende Kontakte. Eine konkrete Buchung kommt erst infrage, wenn der Anbieter die Verfügbarkeit für Ihren Markt und die messbaren Ergebnisse des Formats bestätigt.


